Handy rettet Leben, 1:1

Foto: verena_auf_reisen
Heute in der Zeitung: Ein 34-jähriger Tscheche war am Samstag alleine in den Bergen unterwegs, und zwar am Hintertuxer Gletscher im Zillertal in Tirol. Aber außerhalb der Absperrungen. In etwa 2.900 Metern Höhe gab plötzlich der Boden unter ihm nach. Er ist dann 25 Meter nach unten gerutscht, zwischen Wänden aus Schnee und ab in die Dunkelheit.
Bei der rasanten Fahrt in den Abgrund hat er sich ernsthafte Verletzungen zugezogen, neben Abschürfungen und Prellungen einen Steißbeinbruch vom Aufprall auf eine Schneebrücke *Autsch*. Er hat einen kühlen Kopf bewahrt, und sein Handy herausgeholt. Damit konnte er tatsächlich einen Notruf absetzen. Daraufhin ist es der Bergrettung gelungen, den Bergwanderer zu finden und mit einer Seilwinde aus der Geltscherspalte zu bergen.
Ich finde das ziemlich beeindruckend. Ich kann mir kaum etwas Gruseligeres vorstellen, als in ein bodenloses Loch zu stürzen. 25 Meter sind wirklich ziemlich viel. Am 10 Meter-Brett im Schwimmbad muss man ja auch schon gut überlegen, ob man sich da runter springen traut. Aber gut zu wissen, dass selbst in so einer Situation das Handy noch funktioniert.
Nicht, dass man sich darauf verlassen kann. Diesmal hats aber geklappt. Und irgendwie ist das für mich ausgleichende Gerechtigkeit für eine Sache, die schon Jahre her ist, die ich aber trotzdem nie vergessen konnte. Damals gab es die Schlagzeile vom ersten “Handy-Toten”: Ein Mann in London war zu Fuß unterwegs. Völlig vom Telefonieren abgelenkt,ist er gegen eine Laterne gelaufen und hat sich dabei tödliche Kopfverletzungen zugezogen. Das konnte ich bis heute nicht vergessen.
Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass jetzt das 1:1 gefallen ist. ![]()
also ich kann bei diesem Thema das 2:1 für das Handy dazulegen! Obwohl Abseits gepfiffen wurde!
Aber zu meiner Geschichte: Obwohl es sich wie aus einem schlechten Film anhört, ist es dennoch wahr und absurd!
Ich habe vor ca. 8 Jahren bei einem Skiausflug nach Kärnten teilgenommen und hatte einen schönen Tag hinter mir, als ich mich mit meinem Snowboard 3 mal überschlagen hatte und das Brett in 2 Hälften riss. Somit war für mich schon der Ausflug zu Ende, und da alle Freunde am Berg in einer Hütte eingekehrt waren hatte ich mich in meinem “ich versäume etwas”-Wahn mit Strassenschuhen in den Sessellift gesetzt und bin Richtung Gipfel gefahren! Oben angekommen, konnte ich mein Gesicht kaum bewegen, da ein starker Eisregen aufkam und mir der Wind den Kopf windelweich schlug! Von Hütten konnte ich kaum etwas erkennen, da ich damit zu kämpfen hatte, um den nächsten Meter vor mir auszumachen!
Nach über einer Stunde spaziergang im Schneesturm war der Weg, den ich gegangen bin, plötzlich zu ende und eine scheinbar nicht endend tiefe Schlucht tat sich vor mir auf! Also wieder zurück! Leider waren meine Schneespuren auch schon verweht und zugeschneit, dass ich auf gut Glück in eine Richtung ging! JETZT KOMMTS: ICH GRIFF ZUM HANDY UND RIEF AN und wurde gerettet und alles wurde wieder gut! 2:1 fürs Handy! nur das ich seinerzeit ein Handygegner war und keines hatte! Pech! Also wurde es finster und ich wurde nach 3 Stunden von einem Schneescooter bewusstlos 2 kilometer von der Schneehütte entdeckt und mit einer Unterkühlung zurück gebracht! Auch ein Happy End, jedoch wäre es mit einem Handy ein WENIG schneller gegangen und hätte mir erspart, mit meinem Leben bereits abzuschließen!
So, lange Geschichte, kurzer Sinn…2 Tage später hatte ich mein erstes Handy in der Tasche und kann seit dem nicht mehr ohne! für mich ein 8:1 fürs Handy!!!
spannend!
@rainbow-warrior: Das ist eine ziemlich wilde Geschichte, wow - Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen damals! Arg!
Krass!!! In solchen Situationen kann ja so en Handy echt leben retten! Und plötzlich wirds dann auch so unwichtig, obs nen mp3 player, walkman-funktion oder sonst was hat, nicht?
aber gut, dass du gerettet wurdest..oag oag!
Ist eigentlich bekannt, welches Netz er gehabt hat? Wenn es sogar in einer Schlucht wirkt?
Aber Mut muss der schon gehabt haben, so ganz alleine in den Bergen herumzuklettern. ich geh nicht mal alleine schwimmen.
Gute Frage,leicht möglich, dass der Notruf übers A1-Netz ging.