Usability ein Fremdwort?

Foto: JayKrish / Das Nokia 3110 ist als Senioren-Handy beliebt.
Seit sich Handys verbreitet haben, ist die Bedienbarkeit von diesen Geräten ein zentrales Thema. Als ich noch ein kleiner Junge war, haben wir noch ein Telefon mit einer Wählscheibe daheim gehabt – bei Freunden daheim gabs da immerhin schon Apparate mit Druckknöpfen. Beide Arten von Geräten waren Telefone, mit denen man eigentlich nix anderes machen konnte, als zu telefonieren. Entsprechend einfach war aber auch der Umgang mit ihnen.
Mit den meisten Handys kann man aber viel mehr anstellen. Ob man die vielen Funktionen aber effektiv nutzen kann, das hängt einerseits davon ab, wie gut die Menuführung gestaltet ist, und andererseits von der Größe und der Anordnung der Tasten.
Mit dem Auftauchen von Handys ist etwa die Situation neu entstanden, dass man sich zusätzlich zur Festnetznummer pro Familienmitglied noch eine ziemlich lange neue Nummer merken muss. Die neuen Nummern da immer noch auf Zettel oder in kleine Bücher zu schreiben, die dann daheim liegen, während man selber sein Handy immer mitschleppt, das wäre völlig unpraktisch. Aber gut, man kann sie direkt im Handy abspeichern. Aber kann man das wirklich so leicht? In der Generation 50+ hat es da die ersten Jahre einige gegeben (bzw. gibt es noch immer), die sich schon mit dieser eigentlich noch leichten Übung schwergetan haben.
SMSen ist auch so eine Sache. Ich hab Freunde in den Zwanzigern, die sich weigern, welche zu schreiben. Wobei die Jungs natürlich wissen, wie es geht, aber das Getippe anstrengend und nervig finden.
Wenn schon solche Basis-Funktionen für viele Leute ein Hindernis darstellen, dann kann man in der Richtung sicher noch optimieren. Tasten sind dann gut, wenn sie auch mit dicken Männerfingern noch gut einzeln zu erwischen sind – Touchschreens sind natürlich auch fein. Was die inneren Werte betrifft: Viele Leute wollen keine seitenlangen Anleitungen lesen. Sie wollen gleich die wichtigen Funktionen wie Adressbuch, Wecker, Kurzmitteilungen, Radio und so weiter verwenden können. Wenn man schon dabei Schwierigkeiten hat, dann wird man keine innige Beziehung mehr zu seinem Handy aufbauen.
Was soll man tun? Allen, die keine Technik-Freaks sind, Senioren-Handys empfehlen? Wohl kaum. Aber immerhin, dass es schon so viele verschiedene gibt, zeigt ja schon, dass da Bedarf herrscht. Und die Richtung stimmt: Geräte auf den Markt zu bringen, die sich immer einfacher bedienen lassen. In Zukunft wird es darauf ankommen, welche guten Ideen die Designer haben und wie sich die umsetzen lassen. Wenn die Ideen aber genial sind, werden sie eines gemeinsam haben: Sie werden einfach sein
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Juni 23, 2008 - Verfasst von klohn82 | Design, Handy, Kommunikation, Leben, Mobiltelefon, Technik, Technologie | Aussehen, Bedienbarkeit, Bedienung, Design, Funktionen, Handy, Komfort, Menüführung, Seniorenhandy, Tasten, Telefon, Touchscreen, Usability, Useability | 3 Kommentare
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Ich bin der Junge mit dem Telefon. Ich hab mir nämlich ein schönes Vergnügen geleistet – brandneues Top-Handy zusammen mit einem Vertrag, der allerlei multimediale Gustostückerln spielt. Hier bloggen ab jetzt ich und mein Handy über unsere Erfahrungen in der Mobilfunkwelt.
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Stimmt, wozu hat man so viele Features, wenn man sie so wie so nicht nutzen/bedienen kann. Im Gegensatz zu dir habe ich beobachtet, dass viele Männer aus meinem Bekanntenkreis doch lieber SMSen statt zu telefonieren.
ich glaube ich bin reif für ein senioren-handy, die meisten funktionen verwende ich kaum. aber stylisch muss ein einfaches handy trotzdem sein!
Ja, auch ich hoffe das: einfache technische Geräte!