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Studie von Mobilkom zur Nutzung von Blackberrys

Foto: trendinsights4 / Das Blackberry Bold gibt es ab Herbst in Österreich

Österreichweit wurden bisher etwa 80.000 Blackberrys gekauft, und zwar ganz überwiegend von Männern (89%). Die Mobilkom Austria hat jetzt eine Studie mit 600 Blackberry-Usern durchgeführt. Die sind danach gefragt worden, wie sie ihr Smartphone nutzen und beurteilen.

Nutzer des “Manager-Spielzeugs” sind häufig Menschen mit hoher Bildung und einer Arbeit, die sie auch zuhause nicht loslässt: 75% sehen sich regelmäßig jobbezogene Mails in den eigenen vier Wänden an, 60% sogar am Wochenende. Offenbar erkaufen sich die User damit die Möglichkeit, im Büro früher Schluss machen zu können, was 39% angeben.

Fast jeder zweite (44%) kritisiert aber die ständige Erreichbarkeit und glaubt, dass die Mails zu Mehrarbeit verleiten. Dazu passt auch, dass 61% ihren Blackberry beruflich und privat verwenden, und nur 33% ausschließlich beruflich. Für mich als Nicht-Betroffenen sieht es jedenfalls danach aus, dass ein Blackberry zwar einerseits eine berufliche Erleichterung bedeutet, insgesamt aber auf zusätzliches Mühen für die Firma hinausläuft.

In der Studie wurden drei User-Typen ausgemacht:

  1. “Die Ausgewogenen” – 39% der Befragten beurteilen ihr Smartphone überwiegend positiv, orten neue Freiheiten durch die Nutzung und wollen sowieso immer erreichbar sein.
  2. “Die Emanzipierten” – 35% der Befragten stehen ihren Blackberrys eher neutral gegenüber und sehen sich auch nicht verpflichtet, ständig und immer jedes neue E-Mail sofort zu lesen und zu beantworten.
  3. “Die ohnehin Gestressten” – Mit 26% der Befragten ist das die kleinste Gruppe. Sie sehen eigentlich wenig Nutzen für ihr Leben durch ihre Blackberrys, und haben wenig Spaß bei der Arbeit mit den technischen Geräten.

Interessanterweise wurde keine Gruppe ermittelt, die der Meinung ist, dass die Nutzung von Blackberrys überwiegend negative Folgen für ihr Leben hat. Sind diese Geräte so praktisch und hilfreich?

Juli 10, 2008 - Verfasst von klohn82 | Handy, Kommunikation, Leben, Mobiltelefon, Technik, Technologie | , , , , , , | 6 Kommentare

6 Kommentare »

  1. “75% sehen sich regelmäßig jobbezogene Mails in den eigenen vier Wänden an”
    von dem wird man in Zukunft nicht mehr wegkommen! überhaupt wenn man in der Medienbranche arbeitet, da gibts Mails en masse

    Kommentar von rainbow_warrior | Juli 10, 2008 | Antworten

  2. Eine gruselige Vorstellung :-/ . Immer Arbeiten, nirgends hat man mal Ruhe.

    Kommentar von klohn82 | Juli 11, 2008 | Antworten

  3. Nun frage ich mich wieso Blackberrry unter Frauen nicht so beliebt ist?

    Kommentar von katisommer | Juli 16, 2008 | Antworten

  4. Vielleicht hat es damit zu tun, dass noch immer mehr Männer als Frauen Führungspositionen besetzten. Männer sind vielleicht auch ein bisschen Technik-verliebter. Ist natürlich pure Spekulation ;-) .

    Kommentar von klohn82 | Juli 16, 2008 | Antworten

  5. Andererseits muss man mal sagen bei den Gehältern die die Leute in diesen Jobs verdienen, naja da muss man irgendwo Abstriche machen – das ist eben der Preis den man zahlen muss. Aber trotzdem ist die Studie der Mobilkom interessant, wieviele das letztendlich wirklich am We und auch feierabends nützen und auch klar war, dass das überwiegend Männer sind.

    Kommentar von birdie32 | Juli 21, 2008 | Antworten

  6. Ich hab schon eine Aversion gegen diese Dinger. Mein Freund arbeitet eh wie verrückt und wenn er mal zu hause ist, is sein Blackberry ständig am explodieren vor lauter mails und anrufen! Er selbst sagt, dass es das schönste is, das Ding mal abschalten zu können!
    Das hat natürlich nix selbst mit der Technologie zu tun, sondern damit, dass die Privatsphäre immer mehr und mehr verschwindet..

    Kommentar von Melli | Juli 25, 2008 | Antworten


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