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Angst vor Handystrahlung verhindert UMTS-Masten

Foto: Ikarus1974 / Schloss Weinberg in Käfermarkt, leichte Effekte

In Oberösterreich ist die Angst vor gefährlicher “Handy-Strahlung” offenbar besonders groß. Genauer gesagt, nicht überall in Oberösterreich, sondern vor allem in den Landgemeinden. Im Bezirk Freistadt, ganz im Nordosten an der tschechischen Grenze gelegen, sind sehr viele Leute davon überzeugt, dass von UMTS-Masten eine große Gefahr für ihre Gesundheit ausgeht.

Die Provider wollen auch die ländlichen Regionen mit der nächsten Mobilfunkgeneration versorgen – schließlich waren die UMTS-Lizenzen nicht gerade billig und bei GSM zu bleiben, kann man kaum als Lösung für die mobile Zukunft sehen.

Die Bürgermeister hören dagegen die Bedenken ihrer Gemeindebürger und würden gerne so manchen Masten verhindern. Das Bundesgesetz unterstützt sie darin grundsätzlich auch, denn sie dürfen eigentlich über die Errichtung eines Senders entscheiden. Weil aber ein größeres “öffentliches Interesse an der Anlage” besteht, erhalten die Betreiberfirmen bei Gerichtsprozessen Recht und dürfen trotzdem bauen.

Deswegen wurde in Hagenberg in den letzten Monaten ein mehr als 40 Meter hoher UMTS-Mast auf das Gebäude der Schule gesetzt, und auch in Kefermarkt hat man bereits resigniert und möchte zur Errichtung das Dach der Volksschule nutzen.

Anders ist die Lage in Tragwein: Bürgermeister Josef Naderer will “alle Rechtsmittel ausschöpfen”. Auch in Glutau will man sich weiterhin wehren: Nach einem “sachlichen Gespräch” mit besorgten Eltern und Lehrern hat man der Mobilkom eine Absage erteilt und will weiterhin verhindern, dass auf dem Schulgebäude eine Mobilfunkantenne errichtet wird.

Was ich mich ber der ganzen Geschichte frage: Damit ein Gebiet mit UMTS-Signal versorgt wird, muss etwa alle 1.000 Meter ein Mast errichtet werden. Warum wird dann in so vielen Fällen in den Dörfern gerade die Schule auserkoren, wo der Protest der Eltern mit Sicherheit groß ausfällt. Und wo sind die Massen von Leuten in den Städten, die Angst vor UMTS-Masten haben – oder gibt es da weniger als am abergläubischen Land :-) ?

Juli 17, 2008 - Verfasst von klohn82 | Handy, Kommunikation, Leben, Mobiltelefon, Technik, Technologie | , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

3 Kommentare »

  1. Tja, das nenne ich Salz in die Wunde streuen! Zuerst verliert man das Anliegen, keinen Mast bauen zu lassen, und dann bekommt man als Strafe sogar noch den Mast auf die Schule gepflanzt, damit gleich auch die Nachkommen ausgerottet werden! ggg, nein ohne Scherz, leider ist das notwendig, wenn man eine gute Verbindung haben will! Vor allem A1 Kunden sollten das zu schätzen wissen!
    Aber klar, solange man nicht selber so ein Gerät vor der Haustüre stehen hat, ist leicht reden!

    Kommentar von rainbow_warrior | Juli 17, 2008 | Antworten

  2. Oh, dein letzter Satz ist ziemlich böse. Lass doch meine Landsleute in Ruhe :)
    Vermutlich sind Landsmenschen mehr gesundheitsbewusst und machen sich dementsprechend große Sorgen um Ihre Gesundheit. Sonst fällt mir auch keine andere Erklärung ein :)

    Kommentar von katisommer | Juli 23, 2008 | Antworten

  3. Guat, grad auf die Schule hättens den Mast auch nicht pflanzen brauchen, lieber auf das Rathaus oder ähnliches. Ich mein A1 hin oder her, guter Empfang ist sicher für alle wichtig und manchmal sogar lebensrettend, aber Kinder dieser Strahlung aussetzten, stundenlang am Tag, nein, das würde ich nicht gutheißen.

    Kommentar von Miriam | August 14, 2008 | Antworten


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