Mein Handy bloggt!

Lebensrettung nach allergischer Reaktion

Foto: Lady Tinkerbell

In Oberdrosen im Burgenland hat sich vor einigen Tagen beinahe ein tragischer Todesfall ereignet. Ernst Bedek, ein 59-jähriger Arbeiter aus dem Ort, war in der Umgebung Schwammerlsuchen. Dabei stach ihn eine Hornisse in den Kopf.

Das Problem: Normalerweise sind Hornissenstiche schmerzhaft, aber nicht gefährlicher als Wespen- und Bienenstiche. Ernst Bedek reagiert aber allergisch auf das Insektengift. Davon wusste er bis zu diesem Zeitpunkt leider noch nichts.

Bedek merkte sofort, dass etwas nicht in Ordnung war und eilte zurück Richtung Oberdrosen. Die allergische Reaktion war aber so heftig, dass er am Ortsrand entkräftet und nach Luft ringend zusammenbrach.

Ein unglaublicher Glücksfall rettete ihm dann wahrscheinlich das Leben: 2 junge Männer beobachteten den Vorfall und eilten zur Hilfe. Der eine der beiden, Gerald Fleck, ist Krankenpfleger in Ausbildung. Der andere Schutzengel, Philipp Janosch, ist ausgbildeter Rettungssanitäter.

Fleck erkannte sofort, dass es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt: „Ich habe an Hand der Symptome (Atemnot, blaue Lippen, Schwellung im Gesicht) gleich vermutet, dass es sich um einen anaphylaktischen Schock handelt“. Gemeinsam beatmeten die Helfer den verunfallten Schwammerlsucher, bis der Rettungshubschrauber eintraf. Bedek wurde ins Krankenhaus nach Güssing geflogen und dort weiter behandelt. Mittlerweile ist er auf dem Weg der Besserung.

Pikantes Detail der Geschichte: Ein geplanter Handymast wurde schon mehrfach von Anrainern verhindert, so dass in Oberdrosen kein Handy-Empfang möglich ist. Deswegen konnte Bedek nicht selbst einen Notruf absetzen, was ihm um ein Haar zum Verhängnis geworden wäre. Die Chancen, dass der Mast doch noch kommt, dürften jetzt aber im Steigen begriffen sein.

August 6, 2008 - Verfasst von klohn82 | Handy, Kommunikation, Leben, Mobiltelefon | , , , , , , , , , , , | 5 Kommentare

5 Kommentare »

  1. Im ganzen Dorf gibt es kein Handy-Empfang? Ziemlich mittelalterlich. Ich bin froh, dass ich in Wien lebe, obwohl selbst in Wien die Verbindungen oft schlecht sind.
    Er hat dennoch Glück im Unglück gehabt.

    Kommentar von katisommer | August 6, 2008 | Antworten

  2. Naja, man darf jetzt natürlich nicht dem nicht vorhandenen Handymasten die Schuld geben, dass der arme Mann gestochen wurde, Klar, wäre es einfach gewesen, wenn er Empfang gehabt hätte, aber wir sind einfach schon so verwöhnt, dass es uns utopisch vorkommt, wenn mal wo echt kein Empfang is!

    Kommentar von Melli | August 14, 2008 | Antworten

  3. Es hätte auf jeden Fall geholfen, wenn einer da wäre.

    Kommentar von klohn82 | August 14, 2008 | Antworten

  4. Jetzt kennen wir also ein Dorf, in dem es keinen Handyempfang gibt. Ob dass den Tourismus dort jetzt fördert? Na, im Ernst, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es so was noch gibt, das selbst A1 dort nicht geht? Merkwürdig!!!
    Dieses Schwammerlsuchen geht mir schon etwas auf die Nerven, hab grad einen Bericht gesehen, wo Leute aus Österreich in die angrenzenden Länder Schwammerl suchen gehen, um sie dann in der Heimat teuer zu verkaufen. Das haben wir jetzt von diesen Preissteigerungen, jetzt müss ma auch noch in den Wäldern Schwammerl suchen um zu überleben ;-) .

    Kommentar von Miriam | August 14, 2008 | Antworten

  5. Ich würde da auch nicht dem fehlenden Handymasten die Schuld geben, aber man sieht trotzdem dass es sicher hilfreich gewesen wäre – andererseits kann man auch so argumentieren, dass trotzdem noch viele Plätze gbit wo es keinen Handyempfang gibt, unter des Wasseroberfläche, Gebirge,…

    Kommentar von soulsister23 | August 18, 2008 | Antworten


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