Mein Handy bloggt!

Handysperre wegen hohem Umsatz

Foto: Martin Lissmyr

Ein ORF-Redakteur hat sich die Mühe gemacht, genau aus den AGB der österreichischen Mobilfunker herauszusuchen, ab welchem (unerwartet hohen) Umsatz ein Handyanschluss gesperrt wird. Ich finde es interessant, dass die einzelnen Unernehmen ganz unterschiedlich vorgehen, was das betrifft.

  • Bei Bob kann der Provider schon ab einem Umsatz von 35€ den Anschluss sperren. Tatsächlich passiert das bei Erwachsenen aber normalerweise ab einem Umsatz zwischen 120€ und 180€, bei Jugendlichen schon ab einem Umsatz von 60€ bis 80€.
  • Bei A1 wird der Anschluss abgedreht, wenn der Umsatz „mehr als das Doppelte der durchschnittlichen Höhe der bisherigen Verbindungsentgelte“ erreicht. Vor einer Sperre wird aber eine Warn-SMS verschickt, die auf die kommende dicke Rechnung hinweist.
  • Bei One kommt es zur Sperre, wenn der Umsatz 250€ erreicht. Auch hier gibts vorher eine Warn-SMS.
  • Bei T-Mobile kann der Anschluss laut AGB ab einem Umsatz von 71€ gesperrt werden, passieren tut das aber erst bei einem Vielfachem des durchschnittlichen Umsatzes und dementsprechend selten. T-Mobile warnt seine Kunden ebenfalls vor.
  • Bei Telering ist überhaupt keine Sperre vorgesehen.
  • Bei 3 gibt es keine festen Grenzen, eine Sperre richtet sich nach dem durchschnittlichen Umsatz.

Ich kann mich an Handyrechnungen erinnern, wo ich innerhalb eines Mini-Vertrags mit winziger Grundgebühr jenseits der 100€ vertelefoniert habe, ohne gesperrt zu werden. Ist aber schon wieder Jahre her, und später habe ich Anbieter und Tarif gewechselt. Damals hatte ich aber wenig Geld und eine Frühwarnung per SMS wäre mir ganz gelegen gekommen.

Immerhin plant man ja ins monatliche Budget ungefähr ein, was man fürs Telefonieren ausgeben will. Deswegen finde ich solche Grenzen nicht unpraktisch, wenn man wirklich aus Versehen hohe Umsätze hat. Unabsichtliches Daten-Roaming im Ausland fällt mir da etwa ein. Lästig wird das Ganze, wenn einen die Warn-SMS gar nicht erreicht, weil ein ausländischer Provider sie nicht durchstellt. Soll auch schon vorgekommen sein, wobei da die österreichischen Mobilfunkanbieter nichts dafür können.

August 14, 2008 - Verfasst von klohn82 | Handy, Kommunikation, Leben, Mein Leben!, Mobiltelefon, Tarife | , , , , , , | 5 Kommentare

5 Kommentare »

  1. Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass man bei Bob keine Warn-Sms bekommt bei A1 aber schon? Die gehören doch beide zusammen. Ich denke, es ist nur fair wenn vorher gewarnt wird.

    Kommentar von Miriam | August 18, 2008 | Antworten

  2. Hmm, trotzdem auf jeden Fall diskutierbar, denn wenn man beispielsweise das Handy fürs Geschäft braucht und dann im Ausland gesperrt wird, ists ärgerlich. Andererseits muss ich jetzt mal sagen, ich hatte auch mal mehr als hohe Rechnungen (das waren bei mir auch immer mit Auslandsaufenthalten verbunden) und bin auch nie gesperrt worden.
    Vielleicht erst seit kurzem Gang und gebe?

    Kommentar von birdie32 | August 18, 2008 | Antworten

  3. @Miriam: So weit ich weiß, werden auch bei Bob Warn-SMS verschickt.

    Kommentar von klohn82 | August 19, 2008 | Antworten

  4. Ich finde die Idee eigentlich ziemlich gut. So kann man sich bzw. seine Eltern vor bösen Überraschungen schützen. Andererseits könnte man es als Bevormundung auch interpretieren

    Kommentar von katisommer | August 19, 2008 | Antworten

  5. Na ja, ich denke, ich werde lieber gewarnt, als danach viel mehr für das Handy zu bezahlen, als ich kalkuliert habe. Als Bevormundung würde ich sowas nicht bezeichnen. Vielleicht ist es für Kinder oder Jugendliche etws unangenehm, dass sie die festgesetzte Grenze schon erreicht haben, aber im Endeffekt finde ich es doch besser, als zahlen.

    Kommentar von Miriam | August 24, 2008 | Antworten


Kommentieren