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Android-Handy von Google kommt nach Österreich, Open-Source Gedanke dahinter korrumpiert?

Android ist ein Beriebssystem für Handys, dessen Quellcode unter einer Open-Source-Lizenz fast vollständig veröffentlicht werden soll. Das zumindest hat Google versprochen. Das erste Handy, das Android nutzt und verkauft werden wird, ist das HTC „Dream“. Mittlerweile gibt es ein Youtube-Video von einer Präsentation, wo die neue Plattform erstmals vorgestellt wird:

Von der Ausstattung her ist das Dream ein Smartphone mit einem großen berührungsempfindlichem Display, das die in der Oberklasse mittlerweile üblichen Standards erfüllt. Es verfügt über UMTS, WLAN, integriertes GPS und einen Bewegungssensor, außerdem sogar noch über eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur. Überhaupt soll es sehr internetfreundlich sein, mit schnellem Browser und der Möglichkeit, viele Web-Applikationen laufen zu lassen. Auch eine 3Megapixel-Kamera ist mit an Bord. Wer über Skills im Programmieren verfügt, wird auch eigene Anwendungen für sein Handy schreiben können, etwa ziemlich flott bewegte 3D-Animationen. Das gilt natürlich auf für kommerzielle Hersteller, die auch verschiedenste Programme entwickeln können.

Schon am 23. September wird eine Pressekonferenz von T-Mobile USA stattfinden, wo das HTC Dream der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Andere Provider in den USA werden es erst einmal nicht bekommen. Für heuer wird auch kein anderes Handy mehr erwartet, das das neue Betriebssystem nutzt. Das Dream soll es bei T-Mobile mit 2-jähriger Bindung für 199 Dollar zu kaufen geben.

Das alles erinnert stark an das iPhone, wo ganz ähnliche Konditionen gelten. Beim Smartphone von Apple ist der Quellcode natürlich nicht frei, da wundert es weniger, dass auch bei den Vertriebspartnern sehr selektiv vorgegangen wird. So kann Apple die höchsten Preise von den Mobilfunkunternehmen verlangen. Dass ausgerechnet das erste Handy, das mit dem Open-Source Betriebssystem Android ausgestattet ist, jetzt nur von einem Provider angeboten werden soll, finde ich aber arg. Der ganze Nimbus von Offenheit und Freiheit ist da doch gleich wieder angekratzt.

Auch T-Mobile Österreich lädt am 23. September zu einer Web-Pressekonferenz zum „ersten Android-Handy“. Genauere Informationen, oder das Datum für den Verkaufstart in Österreich rücken die Pressesprecher aber noch nicht heraus.

September 18, 2008 - Verfasst von klohn82 | Design, Handy, Internet, Kommunikation, Leben, Mobiltelefon, Navigationssystem, Technik, Technologie, Video | , , , , | 7 Kommentare

7 Kommentare »

  1. Nach Linux, Gimp und co auch open source für Handy! War eigentlich ohnehin nur eine Frage der Zeit :)
    Gute Idee – bin gespannt wie es ankommen wird!

    Kommentar von herzdame | September 23, 2008 | Antworten

  2. Wir werden uns wohl noch bis Anfang 2009 gedulden müssen. Warum auch immer…

    Kommentar von Handy | September 24, 2008 | Antworten

  3. Wie heißt es so schön – „Gut Ding braucht Weile“ ;)

    Kommentar von herzdame | September 24, 2008 | Antworten

  4. Weiß nicht… als Nicht-Programmierer gehts mir nicht so nahe; solange das system funktioniert, bin ich glücklich…

    Trotzdem, open source- aber nur für einen Provider klingt wirklich etwas paradox… ob das reichen wird, um gegen die Popularität des iphones ranzukommen?

    Kommentar von CelShaded | September 25, 2008 | Antworten

  5. Das es Opensource für Handys gibt ist schon seit dem i-Phone bekannt, denn ohne Linux würde man nicht mal Fotos und Co. über Blue-Tooth übertragen können.
    Das jedoch ein Handy auf den Markt kommt das von vorn herein open Source ist, ist neu. Ich finde das ist ja mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    Kommentar von Horus | September 25, 2008 | Antworten

  6. Gibt genug Leute die open source unterstützen. Auch jene, die nicht eingefleischte Programmierer sind oder aus der IT Szene kommen. Ganz einfach, weil der Gedanke dahinter nun mal wirklich gut ist und einige Programme auch wirklich was drauf haben!!! Vergleich mal vom finanziellen Aspekt Gimp mit Photoshop. -Ich red jetzt von der legalen Anschaffungsweise! Da bleibt weit aus mehr für den User im Geldbörsel.

    Kommentar von herzdame | September 25, 2008 | Antworten

  7. Ja, nix zahlen müssen ist halt eine sehr attraktive Seite von open Source ;-) .

    Kommentar von klohn82 | September 25, 2008 | Antworten


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