Sekundengenaue Abrechnung für Roaming

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Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien Viviane Reding hat ihre liebsten Sparringspartner, die Mobilfunker, wieder ins Visier genommen. Die fühlen sich wohl langsam nur noch wie Sandsäcke. Allerdings bescheinigen ihre Bilanzen, dass ihnen wirtschaftlich noch nicht die Luft ausgeht. Die Unternehmen stellen sich bisher einfach ziemlich geschickt an, wenn es darum geht, neue Geldquellen zum Sprudeln zu bringen.
Vielleicht ändert sich das aber bald doch noch. Mit 30. August sind die Kosten für aktives und passives Roaming beim Handy-Telefonieren in Österreich nach EU-Verordnung in einer zweiten Phase nochmals gesunken, von maximal 59 auf 55,2 und von maximal 29 auf 26,4 Cent (inklusive Mehrwertsteuer). Weiterlesen »
Reaktionen auf Redings Pläne zur Senkung der SMS-Roaming Gebühren

Foto: Ali-baba / Soll am freien Markt über Roaming-Preise entschieden werden?
Zirka eine Woche hat es gedauert, bis das Thema SMS-Roaming noch einmal breiter in der Presse aufgearbeitet worden ist und die Mobilfunker ihre Reaktionen zum Thema öffentlich gemacht haben.
Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, beschreibt in einem Interview mit dem Standard nocheinmal ihren Standpunkt, dass die momentan gültigen Preise viel zu hoch sind. Laut Reding sind im Durchschnitt 97 Prozent von den Kosten, die den Kunden für ein SMS im Ausland verrechnet werden, direkter Gewinn für die Provider. Da EU-weit jedes Jahr 2,5 Milliarden SMS ins Ausland geschickt werden, ist das natürlich ein Bombengeschäft.
Reding ist überzeugt, dass Eingriffe seitens der EU-Komission in diesem Bereich viel Gutes bewirken und letztendlich nicht nur die Kunden, sondern auch die Unternehmen profitieren. Durch die (von ihr durchgesetzte) Regulierung der Gebühren für Auslandsgespräche am Handy sollen die Erträge der Mobilfunker letztlich sogar um 14 Prozent gestiegen sein, weil jetzt viel mehr grenzüberschreitend telefoniert wird. Als nächstes will Reding nun die Preise für Daten-Roaming genauer unter die Lupe nehmen und über den Sommer beobachten. Weiterlesen »
EU-Komissarin Reding schlägt wieder zu – SMS-Roaming-Preise sollen sinken

Foto: kokopops ( Ei fu kokopelli76 )
Viviane Reding arbeitet weiter unermüdlich an ihrer Vision der Zukunft der Telekommunikation in Europa. Erst vor ein paar Tagen habe ich hier im Blog über die Pläne der EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien geschrieben, die Terminierungsentgelte zwischen Handy-Providern europaweit zu senken. Nun meldet sie sich zu einem anderen Thema zu Wort, das schon länger dahinschwelt. Diesmal geht es um SMS-Roaming-Preise.
Reding kritisiert schon länger die hohen Preise für das Verschicken von grenzüberschreitenden Kurzmitteilungen. Um für die Kunden eine Verbesserung zu erzielen, hat sie den europäischen Mobilfunkern die Möglichkeit gegeben, selbstständig die ihrer Meinung nach zu hohen Preise zu senken. Die Frist dazu ist jetzt am 30. Juni abgelaufen.
Der gewünschte Erfolg hat sich aber nicht eingestellt. Die EU-Komissarin hält eine Gebühr von 10-12 (Euro-)Cent pro SMS für gerecht, die tatsächlich zu bezahlenden Preise liegen normalerweise aber eher bei knapp unter 30 Cent. Weiterlesen »
In der EU wird Telefonieren wieder billiger, diesmal um bis zu 70%?

Foto: World Economic Forum / Viviane Reding, Schrecken der Mobilfunker
Von Seiten der EU wird weiter daran gearbeitet, Telefonieren für uns Bürger billiger zu machen. Die Provider stöhnen und ächzen, denn schon sollen wieder Preise nach unten reguliert werden. Diesmal geht es dabei nicht um Roaming und Auslandsgespräche, sondern um die sogenannten „Terminierungsentgelte„: Das sind Geldbeträge im Cent-Bereich, die ein Handy-Provider an einen anderen bezahlen muss, wenn ein Gespräch in ein „Fremdnetz“ aufgebaut wird, sprich: Ich rufe zB mit meinem A1-Handy einen Freund an, der bei One einen Vertrag hat.
Die Terminierungsentgelte sind so ein entscheidender Faktor, der Gespräche zwischen verschiedenen Netzen für Anrufer teurer macht. In Österreich fallen sie allerdings niedriger aus, als in vielen anderen EU-Ländern, und ab 2009 werden sie einheitlich für alle Provider nur mehr 5,72 Cent betragen (Auf der Website der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) kann man die Entwicklung dieser Entgelte seit 2004 verfolgen, sie sind Jahr für Jahr immer geringer geworden). Am günstigsten sind Telefonate in Fremdnetze (innerhalb der EU) momentan in Zypern mit 2 Cent, am teuersten in Bulgarien mit 18 Cent. In Deutschland zahlt man zwischen 7,92 und 8,8 Cent. Außer Acht gelassen ist bei dieser Aufzählung das Festnetz, wohin europaweit nur ganz klitzekleine Terminierungsentgelte fällig werden (im Durchschnitt 0,57 Cent). Weiterlesen »
EU-weite Roaming-Gebühren für Telefonate – Gedeckelt, aber Angebote beachten kann sich auszahlen

Karte: Wikipedia / EU27
Ich hab das schon oft erlebt: Man ruft einen Freund an, will irgendetwas fragen oder nur quatschen. Gleich nach der Begrüßung (oder sogar schon davor) wird einem ein „Du, ich bin grad in London (Prag, an einem Fjord in Norwegen, etc.)“ entgegen geworfen.
Das hat lange bedeutet, dass man sich auf hohe Kosten einstellen kann. Früher sind solche Gespräche deshalb oft sehr schnell vorbei gewesen. Während im Inland die Minuten fast nichts kosten, sind Gespräche ins Ausland noch im vorigen Jahr meistens ziemlich teuer gekommen. Weiterlesen »